Gründe für betriebliches Gesundheitsmanagement

Die Krankenstände steigen wieder!

Dabei entsteht ein Jährlicher Produktivitätsverlust von ca. 43 Milliarden EUR. Umgerechnet pro Tag und Mitarbeiter sind dies 135 EUR!

Am häufigsten treten Muskel-Skelett-Erkrankungen als Gründe für Arbeitsunfähigkeit auf.  Psychische Erkrankungen haben leider auch deutlich zugenommen.

Firmenfitness im Aufwind

Trotz Krise investieren immer mehr Firmen in die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter. Nach dem Vorbild moderner Betriebe in den USA, Frankreich, Australien, Österreich, Schweiz, Norwegen, Schweden und Japan sind zunehmend auch deutsche Chefs bereit, aktiv zu werden. Der Grund dafür ist nicht nur im ethischen Bereich zu suchen. Es steckt auch Eigennutz dahinter. Denn Studien - zum Beispiel von PRICEWATERHOUSECOOPERS - belegen, dass 1 Euro Investition in betriebliche Gesundheitsförderung eine Rendite von 3 Euro bringt.

Schmerzpunkt bei Firmen

Ein Blick auf die aktuelle demographische Entwicklung zeigt das Dilemma, in dem sich viele Firmen befinden: Die Arbeitnehmer werden immer älter. In den nächsten 10 Jahren werden über 30% der Arbeitnehmer in die Kategorie „50+“ rutschen. Und damit steigt die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) beträchtlich.

Beispiel:

  • Ein Arbeitnehmer unter 25 Jahren ist im Durchschnitt 7 Tage arbeitsunfähig.
  • Ein Arbeitnehmer mit 55 Jahren ist im Durchschnitt 3 Wochen arbeitsunfähig.
  • Ein Arbeitnehmer mit 60 Jahren ist im Durchschnitt 4 Wochen arbeitsunfähig.

Für eine Firma mit 800 Mitarbeitern bedeutet das eine statistisch errechnete Mehrbelastung durch krankheitsbedingte Ausfälle in Höhe von 2,8-3 Millionen Euro in den nächsten 10 Jahren. Besonders schmerzhaft für Firmen sind Mitarbeiter, die langzeitkrank sind (Ausfallzeit über 6 Wochen). Davon gibt es zwar nur wenige (5,5 % der Erkrankten) – doch insgesamt betrachtet werden knapp die Hälfte aller AU-Tage im Unternehmen durch diese Mitarbeiter verursacht. Ein Tag Arbeitsausfall kostet eine Firma im Durchschnitt 500 Euro!

Fazit:

Unternehmen sind zukünftig verstärkt auf ältere Mitarbeiter und deren Gesundheit angewiesen!